Bedeutung: dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.)
Die Tochter eines römischen Konsuls sollte - wohl unter Kaiser Alexander Siverus - im Apollo-Tempel opfern, aber vor der Statue schlug die sich als Christin bekennende Martina ein Kreuz: Das Götterbild zerbarst, der Tempel stürzte ein. Martina wurde nun einer Reihe von Foltern überantwortet; himmlischer Beistand half ihr, sie zu überstehen. Gegeißelt und mit Haken gerissen, wurde sie im Amphitheater den Tieren vorgeworfen, aber der Löwe, der sie verschlingen sollte, legte sich ihr zu Füßen. Als Martina auf einen Holzstoß gestellt wurde, erlosch das Feuer durch einen Gewitterregen; schließlich wurde Martina enthauptet.
In Rom wurde ihr und Lukas eine Kirche geweiht; 1634 wurden angeblich ihre Überreste in einem Tonsarg gefunden; Papst Urban VIII. ließ daraufhin die Kirche SS. Luca e Martina wiederherstellen.
Kath. Gedenktag: 30. Jänner
Attribute: mit einem Löwen, enthauptet
Patronin: von Rom; der stillenden Mütter
Bauernregel: "Bringt Martina Sonnenschein, hofft man auf viel Korn und Wein."
Quelle: Heiligenlexikon.de, Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon; (März 2003)